Chronische Krankheiten verursachen deutscher Volkswirtschaft Produktivitätsausfälle in Milliardenhöhe


 

EinsparungenEine gemeinsame Healthcare-Studie der Bertelsmann Stiftung und der internationalen Strategieberatung Booz & Company hat jetzt festgestellt: Die deutsche Volkswirtschaft könnte 2012 bis zu 20 Mrd. Euro zusätzlich erwirtschaften, wenn chronisch kranke Arbeitnehmer bei der Bewältigung und Behandlung ihrer Krankheit besser unterstützt würden.

So lägen die Produktivitätseinbußen aufgrund von wiederholten Fehlzeiten oder Arbeitsunfähigkeit allein bei Depression und Rückenschmerzen in Deutschland bei bis zu 21 bzw. 26 Mrd. Euro jährlich.

Es sei vor allem die scheinbare Unvereinbarkeit von kurzfristigen Hürden und langfristigem Nutzen, die es nach Aussage der Autoren schwierig mache, neue Gesetzgebung anzustoßen oder entsprechende Behandlungsrichtlinien zu institutionalisieren, um Therapietreue zu fördern. Fazit:  Gelänge zur Optimierung der Therapietreue und -wirksamkeit eine konzertierte Aktion von Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft, verbessere dies nicht nur die Genesungschancen chronisch Kranker, sondern auch die strukturelle Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Deutschland. Damit gießt die Studie der Bertelsmann Stiftung und der internationalen Strategieberatung Booz & Company Wasser auf unsere Mühlen.

Download der Studie: Effekte-einer-gesteigerten-Therapietreue_07_2012