Stöckelschuhe, falsche Ernährung, Nikotin und Alkohol: ein Risiko für die Hüfte?


 

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Sind High-Heels ein Risikofaktor für den Hüftverschleiß?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Diese Nachricht hat für Furore gesorgt: Angeblich leidet Topmodell Naomi Campbell mit ihren gerade mal 45 Jahren an einem Hüftverschleiß und braucht womöglich eine künstliche Hüfte (http://www.bild.de/unterhaltung/leute/naomi-campbell/immer-aerger-mit-der-huefte-43741684.bild.html). Zur Premiere des Films „The Danish Girl“ sei sie nicht wie gewohnt auf Stöckelschuhen erschienen, sondern mit Gehstock ausgerüstet durch die Hintertür geschlichen – wegen schwerer Schmerzen in der Hüfte. Schnell wurde gerätselt, ob ihre hohen Hacken daran schuld seien. Oder etwa eine ungesunde Ernährung, ein übermäßiger Alkohol- und Nikotinkonsum? Wahrscheinlich doch eher Spekulationen.

„Ein Hüftverschleiß bereits in jungen Jahren ist in den meisten Fällen auf eine angeborene Fehlbildung der Hüftpfanne zurückzuführen“, so Prof. Dr. Peters, Chefarzt der Orthopädie und Osteologie in der Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik. Durch hohe Absätze, eine falsche Ernährung oder Nikotin werde ein Hüftverschleiß eher nicht verursacht. Das ständige Tragen von High-Heels sei allenfalls ein Risikofaktor für eine Kniearthrose oder Fußprobleme, nicht aber für den Hüftverschleiß.

„Bei massivem Alkoholkonsum jedoch kann es sein, dass ein Teil des Hüftgelenks abstirbt – wir Mediziner sprechen dann von einer sogenannten Hüftkopfnekrose“, so der Orthopäde. Die könne dazu führen, dass die Hüfte schnell verschleißt. Gelenkschädigend könne sich außerdem ein übermäßiger Fleischkonsum auswirken – doch auch hier ist nicht sicher, inwiefern die Veranlagung eine Rolle spielt: Die im Fleisch erhaltenen Purine werden im Körper zu Harnsäure abgebaut. Bei einer hohen Konzentration dieses Stoffs können sich Harnsäurekistalle in den Gelenken ablagern und diese schädigen. Dies gilt allerdings nicht spezifisch für das Hüftgelenk, sondern kann alle Gelenke betreffen.