Zufrieden, ausgeglichen und energiegeladen: 6 Tipps zum richtigen Fasten


 

K.Petkau

Eine Fastenkur kann das körperliche und seelische Wohlbefinden positiv beeinflussen. Allerdings gibt es hier einiges zu beachten. Katharina Petkau, Diätassistentin in der Dr. Becker Brunnen-Klinik, hat hier einige Tipps für uns.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zwischen Aschermittwoch und Ostern wird gefastet – so ist es zumindest Tradition im Christentum. Damit soll an die Fastenzeit von Jesus Christus erinnert werden. Je nach Religionszugehörigkeit gibt es für das religiöse Fasten unterschiedliche Regeln. In den meisten Fällen reduzieren die Fastenden ihre Nahrungsaufnahme oder verzichten völlig auf feste Lebensmittel. Genussmittel wie Fleisch, Süßigkeiten, Alkohol oder Zigaretten werden gar nicht oder in Maßen konsumiert. Auch auf bestimmte Lebensgewohnheiten kann sich der Fastengedanke ausweiten, zum Beispiel auf die Einschränkung des Medienkonsums.

Lebensgewohnheiten bewusst reflektieren

„Fasten bedeutet nicht zu hungern und sich dadurch selbst zu geißeln. Gesundheitsfasten ist zwar mit einer verminderten Nahrungs- und damit auch Kalorienzufuhr verbunden, sollte aber nicht mit einer Nulldiät gleichgesetzt werden! Es geht vielmehr darum, durch den Verzicht auf bestimmte Nahrungsmittel eine Distanz zu eingefahrenen Ernährungsgewohnheiten zu gewinnen und diese bewusst zu reflektieren“, erklärt Katharina Petkau, Diätassistentin in der Dr. Becker Brunnen-Klinik. Die Fastenzeit sei deshalb ein effektives Mittel, um seine Ernährungs- und Lebensgewohnheiten zu überdenken und durch gesunde Rituale zu ersetzen. „Nach der Fastenzeit fühlen sich viele Menschen gestärkt und voller Energie. Das ist ein guter Zeitpunkt, um neue Lebensgewohnheiten zu etablieren“.

Dass Fastende sich häufig zufrieden, ausgeglichen und energiegeladen fühlen, liege u. a. daran, dass der Körper vermehrt das Glückshormon Serotonin ausschüttet. „Fasten kann sowohl den Körper als auch den Geist positiv beeinflussen: So trägt eine Fastenkur zum Beispiel zur Entschlackung des Körpers bei und schärft die Sinne. Wer fastet, nimmt Gerüche oder Düfte deutlich intensiver wahr“, erklärt die Diätassistentin.

Für alle, die sich selbst von dem positiven Seiten des Fastens überzeigen wollen, hat Diätassistentin Katharina Petkau einige Tipps:

1.)   Stellen Sie sicher, dass Sie gesund und körperlich fit sind. Ein ärztlicher Vorabcheck kann hier sinnvoll sein.

2.)   Fasten Sie nicht, wenn Sie abnehmen wollen! Eine Fastenkur ist keine Nulldiät und fällt nicht in die Kategorie „gesund abnehmen“. Der Körper gewöhnt sich schnell an die niedrige Kalorienaufnahme und das alte Gewicht pendelt sich nach der Kur i. d. R. direkt wieder ein.

3.)   „Fastenanfängern“ rate ich dazu, sich Unterstützung zu holen und mit Anleitung zu fasten oder eine Fastenreise zu buchen.

4.)   Damit der Muskelabbau während der Fastenzeit möglichst gering bleibt, ist es wichtig ein Bewegungsprogramm einzubauen. Allerdings gilt es hier, seinen Körper nicht zu überlasten. Anstatt ein zehrendes Ausdauertraining zu absolvieren, sollten Sie lieber mehrfach am Tag auf moderate Bewegung zurückgreifen. Dafür eignen sich z.B. Spaziergänge oder Nordic Walking.

5.)   Viel trinken, mindestens drei Liter pro Tag! Die Giftstoffe müssen aus dem Körper geschwemmt werden.

6.)   Den Körper sollten Sie nach dem Fasten behutsam wieder an Nahrungsmittel gewöhnen. Achten Sie darauf, dass Sie gesunde Vollwertkost und leicht verträgliche Lebensmittel zu sich nehmen. Anstatt zu fettem oder geräuchertem Fleisch greifen Sie zum Beispiel lieber zu mageren Produkten. Das gleiche gilt bei der Zubereitung Ihrer Mahlzeiten: Essen Sie z. B. lieber Pell- oder Salzkartoffeln statt Bratkartoffeln. Reifes Obst wie Äpfel oder Bananen ist i. d. R gut verträglich. Auch beim Gemüse sollten Sie auf leicht verträgliche Sorten achten, von blähenden Sorten wie Kohl oder Bohnen ist erst einmal abzuraten Mit leichten Gerichten wie Suppen kann man nicht viel falsch machen. Hier ein ganz einfaches Rezept für eine „Tomatencremesuppe“ für die Zeit nach der Fastenkur:

Zutaten:

  • 250 ml passierte Tomaten
  • ½ TL Olivenöl
  • ½ Zwiebel, fein gehackt
  • ½ EL Mehl
  • 250 ml Wasser
  • Salz und Pfeffer
  • Thymian
  • Basilikum
  • Oregano
  • Petersilie

Zuerst die Zwiebeln im Olivenöl braten und mit Mehl bestäuben. Dann die passierten Tomaten hinzugeben und mit Wasser aufgießen. 30 Minuten köcheln lassen und mit den Kräutern abschmecken. Bei Bedarf kann z.B. etwas Reis hinzugegeben werden. 

 

 

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