Faszientraining


 

Faszientraining: Mit der Blackroll lassen sich Muskelverspannungen lösen.

Faszientraining: Mit der Blackroll lassen sich Muskelverspannungen lösen.

In fast jedem Fitnessstudio wird heutzutage Faszientraining angeboten. Auch in den Dr. Becker Kliniken hält die effektive Therapieform Einzug. Aber was ist Faszientraining eigentlich genau?

Ein Taucheranzug über der Muskulatur – Was genau sind eigentlich Faszien?

Im Groben sind Faszien Bindegewebsstrukturen, die sich als tiefverzweigtes Netzwerk durch den ganzen Körper ziehen. Man kann sich das in etwa so vorstellen, als wäre über der Muskulatur eine Art Taucheranzug gespannt, der den Körper zusammenhält und ihm gleichzeitig Schutz sowie Beweglichkeit verleiht. Außerdem wirken die kollagenen Fasern als Nachrichtenzentrale über zahlreiche Bewegungsinformationen.

Die kleine Schwester des Yoga – Was ist Faszientraining?

Faszientraining ist schon viel älter als mancher glaubt, denn Bewegungsformen wie Yoga, Pilates oder Tai Chi sind letztlich nichts anderes. Diese Bewegungsformen halten die Faszien jung und geschmeidig, indem sie diese durch den Wechsel von Be- und Entlastung aktivieren. Das verbessert die Durchblutung und den Lymphfluss, fördert die Elastizität der Gefäße und stärkt so den gesamten Stoffwechsel. Ergebnis: Es kann mehr Energie im Körper bereitgestellt werden.

Sanft bis höchst intensiv – Was bringt mir das Faszientraining?

Schön ist, dass man eine Übung in unterschiedlicher Intensität für verschiedene Ziele nutzen kann. So kann der eine mit sanftem Rollen über die Faszienrolle den Muskeltonus herunterfahren, um die Entspannung zu fördern. Der andere regt mit etwas mehr Druck die Muskeldurchblutung und den Bindegewebsstoffwechsel an und ein Dritter nutzt die höchst mögliche Intensität, um Verklebungen der Bindegewebsfasern aufzulockern und somit Verspannungen zu lösen.

Sich selbst wahrnehmen – Was gehört neben der Faszienrolle zum Training?

Das Faszientraining ist nicht nur das Training mit der Faszienrolle. Es beinhaltet auch die Mobilisation und Kräftigung der Gelenke und Muskeln besonders im Rumpf, Schulter-Nacken-Bereich, Hüfte und Knie sowie ein intensives Dehnen. Viele Menschen wissen gar nicht, wie weit sich der eigene Körper eigentlich bewegen kann. Körperwahrnehmung ist also ein großes Thema im Faszientraining. Wenn man versteht, wo die ein oder andere körperliche Beschwerde herrührt und wie man diese selbst kontrollieren und beeinflussen kann, gibt das ein großes Gefühl von Sicherheit. Ebenfalls ist es wichtig, ein gutes Verhältnis von Belastung und Entspannung zu schaffen, um den Körper stabiler zu machen.

Einsteiger, Schreibtischtäter, Profi – Für wen ist das Training geeignet?

Grundsätzlich ist Faszientraining für jeden geeignet, der etwas für sich und seinen Körper tun möchte, egal ob es darum geht, die Beweglichkeit und Belastbarkeit des Sporteinsteigers aufzubauen, Verspannungen im Rücken, Schultern und Nacken zu reduzieren oder die Leistungsfähigkeit des sportlich Aktiven zu unterstützen. Wie bei allen sportlichen Aktivitäten sollte natürlich auch beim Faszientraining gewährleistet sein, dass der aktuelle Gesundheitszustand die Übungen zulässt. Die Erfolge sind dann deutlich spürbar: bessere Beweglichkeit, Entspannung, weniger Blockaden.

Probieren Sie es aus!