Vertragsklinik? Die Tricks der Krankenkassen


 

Waltraud Ahne möchte ihre Reha nach der Wirbelsäulen-OP an ihrem Wohnort Bad Windsheim in der Dr. Becker Kiliani-Klinik machen. Doch ihre Krankenkasse, die Barmer GEK, lehnt den Antrag ab mit der Begründung, die gewünschte Klinik sei keine “Vertragsklinik”. Frau Ahne schaltet den Arbeitskreis Gesundheit e.V. ein. Dessen Geschäftsführer, der Jurist Ingo Dörr, deckt auf, dass die Begründung der Kasse nicht rechtmäßig ist. Mit seiner Unterstützung kann Frau Ahne schließlich die Reha in ihrer Wunschklinik am Heimort Bad Windsheim antreten. Ihr Tipp an alle, die einen Antrag auf Reha stellen: Bei der Reha-Antragsstellung nicht alles glauben, was die Kostenträger sagen und sich im Zweifelsfall Hilfe holen, zum Beispiel beim Arbeitskreis Gesundheit e.V.

Der Arbeitskreis Gesundheit e.V. ist ein gemeinnütziger Zusammenschluss von Kliniken unterschiedlicher Fachrichtungen, der Informationen über die medizinische Versorgung veröffentlicht. Er unterstützt und berät Patienten und Patienten beratende Stellen wie Sozialdienste kostenlos, zum Beispiel bei der Reha-Antragsstellung. arbeitskreis-gesundheit.de | Telefon (kostenlos aus dem dt. Festnetz): 0800 100 6350. Patienten haben nach dem Sozialgesetzbuch SGB IX das Recht, sich eine geeignete Rehaklinik auszusuchen. Mehr dazu unter: dbkg.de/beantragung

Link zum Video: YouTube Preview Image Vertragsklinik? Die Tricks der Krankenkassen

Tags: , , , ,

Ähnliche Artikel

Der Schmetterling auf dem Bildschirm gibt direkte Rückmeldung auf den aktuellen Entspannungsgrad.

HRV Biofeedback – ein Schmetterling weist den Weg zur Entspannung

  Entspannung ist nicht einfach Viele von uns haben schon mal gesundheitliche Beeinträchtigungen erlebt, deren Ursachen schwer greifbar sind und für die es scheinbar keine richtige Lösung gibt: Wiederkehrende Kopfschmerzen, Tinnitus oder Schlafstörungen zum Beispiel. Für die Behandlung setzen Ärzte… mehr lesen →

Susanne Altemeyer führt heute dank neurologischer Frühreha wieder ein selbstbestimmtes Leben.

„Ohne Reha säße ich nicht hier“

Als die Zahnarzthelferin Susanne Altemeyer am 31. März 2000 aufgrund eines Hirnvirus auf der Arbeit ins Wachkoma fällt, ist sie 25 Jahre alt. 13 Monate wird sie auf der Intensivstation in der Essener Uni-Klinik versorgt. Als die Ärzte dort nichts mehr für sie tun können, kommt sie zuerst in ein Hospiz und anschließend in ein Mühlheimer Pflegeheim. Erst als sich die Familie an das Patientennetzwerk CERES e.V. in NRW wendet, erfährt die junge Frau Hilfe und erobert Schritt für Schritt ihr altes Leben.

Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik Nümbrecht

Multiple Sklerose – Krankheit mit vielen Gesichtern

Multiple Sklerose (MS) trifft vor allem junge Menschen. Die Krankheit befällt das zentrale Nervensystem und schädigt die Hüllschicht der Nerven. Die Symptome können, was den zeitlichen Verlauf sowie die Schwere und Ausprägung der Beschwerden betrifft, sehr unterschiedlich sein. Man nennt… mehr lesen →