Burn-out trifft auch Schüler


 

Nach Veröffentlichung der neuesten Zahlen durch die Deutsche Rentenversicherung haben wir es Schwarz auf Weiß: Immer mehr Menschen erkranken psychisch so schwer, dass sie als vermindert erwerbsfähig gelten müssen. Die BarmerGEK spricht angesichts des Anstiegs von 15,4 Prozent in 1993 auf 39,3 Prozent im letzen Jahr deshalb schon von der „neuen, versteckten Volkskrankheit“.

Aber wie verhält es sich mit Kindern und Jugendlichen? Sind auch sie, deren Arbeitsplatz die Schule ist, vom Burn-out, dem Erschöpfungssyndrom, betroffen? Welche Auswirkungen haben Neuerungen wie zum Beispiel das so genannte „Turboabitur“ und die damit einhergehende „38-Stunden-Woche“ auf die Gesundheit der Schüler und Schülerinnen? Janine Erbe und Maria Kley vom Philipp-Melanchthon-Gymnasium Schmalkalden sind in ihrer Seminarfacharbeit diesen Fragen nachgegangen. Unter anderem unterstützt durch Dr. Holger Süß, Chefarzt der Psychosomatik Dr. Becker Burg-Klinik, haben sie verschiedene äußere und innere Einflüsse unter die Lupe genommen, die zum Burn-out bereits bei Schülerinnen und Schülern führen können.

Mit ihrer Seminarfacharbeit hoffen die beiden Schülerinnen einerseits auf die wachsende Gefährdung durch psychische Erkrankungen gerade bei jungen Leuten aufmerksam zu machen und andererseits über die Notwendigkeit von Präventivmaßnahmen aufzuklären. Da ich diese Ziele voll und ganz teile, veröffentliche ich mit Einverständnis der Autorinnen die Arbeit in meinem Blog. Da zurzeit noch zu wenig über gesundheitsgefährdende Belastungen explizit bei Schülern und Schülerinnen bekannt ist, würde mich sehr über Kommentare zur Facharbeit oder auch persönliche Erfahrungen aus dem Schulleben freuen. Denn je mehr wir über die Lebenswelt von Schülerinnen und Schülern wissen, umso besser lassen sich zielgerichtete, nachhaltige Therapieansätze entwickeln.

Download: Seminarfacharbeit_Burn-Out

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