Rehabilitation für Herzkranke – eine Chance für ein besseres Leben


 

Herzinfarkt

Eine Reha nach Herzinfarkt kann die Lebensqualität entscheidend verbessern

Viele vertun Chance auf ein längeres Leben“ – mit dieser Schlagzeile fasste Spiegel-Autor Dennis Ballwieser die Ergebnisse der europaweiten Herz-Reha-Studie „EuroAspire III“ zusammen. Demnach gehen in Europa nur etwa ein Drittel der Patienten nach einem Herzinfarkt, einer Bypass-Operation oder Angina pectoris in die Reha. Erschreckend wenigen Patienten wird nach einer akuten Herzkrankheit überhaupt eine Rehabilitation angeboten. Dabei ist bekannt, dass die Rehabilitation nicht nur vergleichsweise günstig das Leben verlängern, sondern auch die Lebensqualität der Betroffenen signifikant erhöhen kann.

Während im Akutkrankenhaus überlebensnotwendige Maßnahmen zum Beispiel nach einem Herzinfarkt durchgeführt werden, bietet eine Rehabilitation ein umfassendes Angebot von Stabilisierungs- und Vorbeugungsmaßnahmen. Konkret bedeutet dies, dass die Patienten in einer Rehabilitationsklinik lernen, wie sie sich im Alltag verhalten sollten und wie sie sich belasten dürfen. Der Patient wird in der Reha zum Experten seiner eigenen Gesundheit. Umfassende Schulungen bereiten ihn darauf vor, seine Lebensführung so zu verändern, dass Folgekomplikationen wie z. B. ein erneuter Herzinfarkt vermieden werden.

Patienten mit einem kranken Herz haben ein Recht auf eine Rehabilitation. Leider geht eine entsprechende Überweisung im Klinikalltag der Akuthäuser oft unter, da die behandelnden Ärzte ihre Zuständigkeit als erledigt sehen, nachdem sie die überlebensnotwenigen Maßnahmen durchgeführt haben. Deshalb sollten die Patienten ihren Wunsch nach einer Rehabilitation selbst äußern, damit entsprechende Vorkehrungen ergriffen werden können. Wie Sie einen Antrag auf Rehabilitation stellen, erfahren sie hier.

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